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Sanierung
der Wärmezentrale

Tittwiesenstrasse 75 bis 85

Ersatz Heizkessel und Erneuerung der Steuerungsanlage MFH: Ti75-85

Im Jahre 2013 haben wir eine umfangreiche Abklärung für die Erneuerung der Heizungsanlagen an der Tittwiesenstrasse 79 mit Architekt und verschiedenen weiteren Fachkräften durchgeführt. Aus den 5 Varianten hat/haben sich der Vorstand und später auch die Genossenschafter/innen an der GV für die Variante «Optimierung der bestehenden Oelheizungsanlage (neuer Brenner, neue Ventile etc. Fr. 8‘000.–) und gleichzeitig für den Aufbau von ca 100 m2
Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung (Fr. 150‘000.–)» entschieden. Der bestehende Heizkessel aus dem Jahre 1986 kann noch mittelfristig mit Oeko-Heizöl betrieben werden.

Inzwischen sind 6 Jahre ins Land gezogen und die Zeit für die Sanierung der Wärmezentrale (Heizkessel) ist gekommen. Geplant war die bestehende Anlage durch eine Öl-Heizung mit Kondensationswärmenutzung (Brennwerttechnik) im 2020 zu ersetzen. In Kombination mit der vorhandenen Solaranlage würde dies den neuen Vorschriften (MuKEn 2014 = Mustervorschriften für die Kantone im Energiebereich) genügen und der CO2-Ausstoss kann signifikant gegenüber heute reduziert werden. MuKEn 2014 verlangt zwingend, dass 10 Prozent der bisher verbrauchten Energie durch erneuerbare Energien (z.B. mit Solaranlage für das Warmwasser) kompensiert werden müssen. Mit der neuen Brennwerttechnik Heizöl oder Gas können sich die Heizkosten bereits um 15 Prozent reduzieren – in Einzelfällen sogar bis 30 Prozent.

Inzwischen hat sich die Klimafrage weltweit in der Politik und bei der Bevölkerung zu einem wichtigen Thema entwickelt. Es geht darum, den CO2-Ausstoss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln drastisch zu reduzieren. Das hat den Vorstand dazu bewogen, diesbezüglich die Variante Ölheizung mit Brennwerttechnik der zweiten Variante Gas mit Wärmerückgewinnung gegenüber zu stellen.

Die von der Fachwelt berechnete Heizkesselleistung für die MFH: Tittwiesenstrasse 75–85 von insgesamt 4'450 m2 Heizfläche bewegt sich bei 250 kW. Der durchschnittliche Heizölverbrauch während den letzten 10 Jahren betrug ca. 46'000 Liter. Daraus resultiert ein spezifischer Heizölverbrauch von 10,33 Liter/m2. Der Wärmeenergieverbrauch für die Anlagen an der Tittwiesenstrasse 75–85 beträgt heute ca. 500'000 kWh. (112.35 kWh pro m2)

Wichtige Facts für den Varianten-Entscheid

Anlage Projektkosten
Fr.
Einsparung jährlich
Heizöl L / kWh
Wärme-
energie-
Einsparung
%
Jährliche Kosten
für die
Heizenergie und
den Unterhalt
Öl-Heizungsanlage
mit Oeko-Heizöl
und Wärmerück-
gewinnung
90'000.00 3'000 / 30’000

(105,61 kWh/m2)
6 54'000.00
Gasheizung mit Biogas
und Wärmerück-
gewinnung
90'000.00 – / 55’000
(100.00 kWh/m2)
11 40'000.00

Der Warmwasserbedarf für die Anlage Tittwiesenstrasse benötigt eine Jahresleistung von 84'000.00 kWh. Davon liefert die Solaranlage jährlich 31'500 kWh oder 37,50 %. Diese Leistungszahlen (Sparpotenzial) sind in der obigen Darstellung noch nicht enthalten.

Was spricht für den Einbau einer Gasheizung mit Wärmerückgewinnung?

  • Gasheizungen haben 25 % weniger CO2-Ausstoss als Heizöl
  • mit Biogas lassen sich die CO2-Emissionen weiter reduzieren
  • Gasheizungen emittieren praktisch keine Luftschadstoffe
  • Gasenergie wird in unterirdischen Leitungen transportiert
  • die Gasheizung ist die beste Alternative zur Ölheizung
  • die Anwendung von Gasenergie ist absolut problemlos und sicher, weil die modernen Gasheizungen und Installationen eine bewährte Technik nutzen und strenge Sicherheitsstandards erfüllen
  • der Betrieb einer Gasheizung ist im Vergleich zu einer Ölheizung günstiger

Diese Facts haben den Vorstand veranlasst, anstelle einer neuen Ölheizung mit Kondensations­wärmenutzung eine Gasheizung mit Wärmerückgewinnung, betrieben mit Bio-Gas, im Sommer 2020 einbauen zu lassen.

Das vorliegende Projekt sieht die Lieferung und Montage einer Wärmezentrale mit Gas (Fabrikat HOVAL) und Wärmerückgewinnung samt Brenner, Regelung, Wassererwärmer für 800 Liter und Energiesparpumpen vor. In diesem Zusammenhang ist auch eine Kaminsanierung mit einer Kunststoff-Abgasleitung LAS zwingend.

Die Erneuerung der Wärmezentrale obliegt der Firma Jul. Meisser Haustechnik 
AG Chur. Gleichzeitig werden auch die in die Jahre gekommenen 
Sanitärverteilbatterien beim Haus Ti 75 und Ti 79 ersetzt.
Schliesslich muss die neue Wärmezentrale mit einer neuen
elektrischen Steuerung ausgerüstet werden. Für die neuen Elektro-
installationen muss noch eine Elektrofirma auf dem Platz Chur beauftragt werden.

Im ganzen Heizungsraum werden nach dem Umbau umfangreiche Maler-
und Putzarbeiten von der Firma Maler Walser AG Chur ausgeführt. 
Die Baureinigung haben wir der Firma Jumbo Reinigungen AG in Bonaduz 
übertragen. Bausumme: Budget Fr. 90'000.00

Diese Arbeiten werden in der Zeit vom 8. bis 30. Juni 2020 ausgeführt.

Wir danken Ihnen für Ihre Kenntnisnahme.

Baugenossenschaft am Mühlbach Chur
Der Präsident
M. Kobler

Sanierung der Wärmezentrale und Sanitärverteilbatterien beim Haus Ti 75 und Ti 79

An der letzten Generalversammlung haben die Teilnehmer das Projekt «Variante Erdgasheizung mit Wärmerückgewinnung anstelle der bestehenden Oelheizung» einstimmig bei einem Kostenaufwand von Fr. 90’000.00 genehmigt. Die Arbeiten für die Umrüstung konnten am 5. Juni 2020 planmässig ein Angriff genommen werden. Vorgängig wurde von den IBC-Betrieben der Erdgasanschluss bis zum Haus Tittwiesenstrasse 79 erstellt. Die Planung, Bauleitung und Ausführung der neuen Wärmezentrale haben wir der Firma Jul. Meisser AG Chur übertragen.

Am Umbau waren folgende Unternehmer beteiligt:

  • IBC Chur
  • Mettler-Prader AG Chur
  • Jul-Meisser AG Chur
  • Hoval Oelbrenntwertkessel
  • Giger + Storz AG Chur, Tankrevisionen AG Chur
  • Maler Walser AG Chur, Jumbo Reinigungen AG Bonaduz

Als Kontaktperson der Bauherrschaft amtete Carmen Fitze, Hausvorstand MFH Ti 75 – 85. Als Nachfolger des bisherigen Heizungsbesorgers Robert Solèr sel. hat sich Goran Petrovic (Tittwiesenstrasse 77) zur Verfügung gestellt. Wir danken Carmen an dieser Stelle für ihre umsichtige und sehr gute Baubegleitung.

Bausumme

  • Budget Fr. 90'000.00
  • Ergebnis Fr. 90'838.00
Neue Erdgasheizung mit Wärmerückgewinnung
Neue Erdgasheizung mit Wärmerückgewinnung

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